10 Jahre pro-aktive Beratung

Gemeinsam für mehr Schutz und Unterstützung bei häuslicher Gewalt">

Seit zehn Jahren arbeiten die spezialisierten Beratungsstellen der Frauenhäuser und das Polizeipräsidium Unterfranken erfolgreich zusammen, um Frauen, die von häuslicher Gewalt, Partnerschaftsgewalt oder Stalking betroffen sind, schnell und unkompliziert Unterstützung anzubieten. Das sogenannte pro-aktive Beratungsangebot hat sich dabei als wichtiger Baustein im Gewaltschutz etabliert.

Die Besonderheit des Angebots: Nach einem Polizeieinsatz oder einer Anzeigenerstattung werden betroffene Frauen direkt auf die Möglichkeit einer Beratung hingewiesen. Stimmen sie zu, nimmt eine Mitarbeiterin der zuständigen Beratungsstelle zeitnah Kontakt auf. Dieses niedrigschwellige und zugehende Vorgehen ermöglicht schnelle Hilfe in einer oft belastenden Ausnahmesituation.

Vertreterinnen der pro-aktiven Beratungsstellen und des Polizeipräsidiums Unterfranken beim Austausch zum zehnjährigen Bestehen der Kooperation.(von links): Theresa Jörg, Alona Isheim, Nadine Holzmann, Adele Ansalone und Constanze Macht.

Für die Region Mainfranken sind seit 2016 die pro-aktiven Beratungsstellen der Frauenhäuser von AWO und SkF Würzburg zuständig. In den Regionen Untermain und Main-Rhön besteht das Angebot bereits seit 2015.

Die Beratung umfasst unter anderem Krisenintervention, die Einschätzung der individuellen Gefährdungssituation, Informationen zu Schutzmöglichkeiten sowie psychosoziale Begleitung. Ziel ist es, betroffene Frauen zu stabilisieren, zu stärken und ihnen Perspektiven für ein gewaltfreies Leben zu eröffnen. Auch die Situation von Kindern, die von Gewalt mitbetroffen sind, wird dabei stets berücksichtigt.

Das Angebot schließt eine wichtige Lücke zwischen polizeilichen Maßnahmen und weiterführenden Hilfen. Es erleichtert Betroffenen den Zugang zu passenden Unterstützungsangeboten und trägt dazu bei, weitere Gewalttaten zu verhindern.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die enge Zusammenarbeit zwischen Polizei und Beratungsstellen. Regelmäßige Austauschtreffen, die Zusammenarbeit mit den Beauftragten der Polizei für Kriminalitätsopfer sowie gemeinsame Fortbildungen sorgen dafür, dass das Unterstützungsangebot kontinuierlich weiterentwickelt wird.

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Kooperation trafen sich die Mitarbeiterinnen der Beratungsstellen mit der Beauftragten der Polizei für Kriminalitätsopfer, Kriminaloberkommissarin Holzmann. Gemeinsam blickten sie auf die vergangenen Jahre zurück, würdigten die vertrauensvolle Zusammenarbeit und tauschten sich über die zukünftige Weiterentwicklung des Angebots aus.

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