Gemeinsam sichtbar für Teilhabe und Menschenrechte

Aktionen und Veranstaltungen rund um den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung">

Rund um den 5. Mai, den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, setzten Einrichtungen und Dienste der AWO Unterfranken auch in diesem Jahr starke Zeichen für Inklusion, gesellschaftliche Teilhabe und Menschenrechte. Mit Aktionen in Miltenberg, Marktbreit und Würzburg wurde deutlich: Inklusion lebt von Begegnung, Sichtbarkeit und gemeinschaftlichem Engagement.

Inklusionstag in Miltenberg bringt Menschen zusammen

Bereits zum dritten Mal veranstaltete der Sozialpsychiatrische Dienst (SpDi) Miltenberg der AWO Unterfranken gemeinsam mit der Stadt Miltenberg den Inklusionstag in den Mainanlagen. Unterstützt von Aktion Mensch kamen am 3. Mai rund 1.000 Besucher*innen zusammen, um gemeinsam ein sichtbares Zeichen für Teilhabe zu setzen.

Mit Musik, Tanz, Sportangeboten, Kinderschminken, Hüpfburg und zahlreichen Mitmachaktionen entstand eine offene und lebendige Atmosphäre für Menschen jeden Alters. Gleichzeitig informierten verschiedene Organisationen und Initiativen über ihre Angebote und machten auf bestehende Barrieren aufmerksam.

Stephan Schreitz, Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes Miltenberg, betonte in seiner Ansprache die Bedeutung von Inklusion gerade in gesellschaftlich herausfordernden Zeiten:
„Wir sind hier, um auf Barrieren aufmerksam zu machen – Barrieren, die eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben, an der Arbeit und in der Gesellschaft verhindern.“

Auch Landrat Björn Bartels und Bürgermeister Bernd Kahlert unterstrichen die Bedeutung von Begegnung, gegenseitiger Anerkennung und aktiv gelebter Inklusion im Alltag.

25 Jahre Johanna-Kirchner-Haus: Fachtag und Jubiläum in Marktbreit

Am 5. Mai feierte unser Johanna-Kirchner-Haus in Marktbreit sein 25-jähriges Bestehen. Die Übergangseinrichtung für Menschen mit psychischen Erkrankungen verbindet seit einem Vierteljahrhundert Wohnen, Begleitung und Perspektiven für Menschen in schwierigen Lebenssituationen.

Zum Jubiläum kamen rund 150 Teilnehmende zu einem Fachtag sowie zu einem gemeinsamen Festakt zusammen. Neben Fachvorträgen und Austausch stand vor allem die Bedeutung der Einrichtung für die Region im Mittelpunkt.

Einrichtungsleiterin Ulrike Schürger blickte auf die Entwicklung des Hauses zurück: Begonnen mit 29 Bewohner*innen umfasst das Angebot heute 54 Wohnplätze, 25 Plätze in der Tagesstätte sowie 78 Plätze im ambulant begleiteten Wohnen. Nicht nur die Einrichtung selbst feierte Jubiläum: Insgesamt elf Personen sind Mitarbeitende der ersten Stunde und feierten somit auch 25-jähriges Jubiläum.

Auch die enge Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen wurde hervorgehoben. Lena Diefenbach, stellvertretende leitende Oberärztin der Psychiatrie Schloss Werneck, würdigte die langjährige Kooperation und erinnerte zugleich an die Namensgeberin Johanna Kirchner, die sich für soziale Gerechtigkeit engagierte und im Widerstand gegen den Nationalsozialismus ihr Leben verlor.

Lange Tafel der Menschenrechte in Würzburg

Ebenfalls am 5. Mai wurde auf dem Unteren Markt in Würzburg die „Lange Tafel der Menschenrechte“ veranstaltet. Gemeinsam mit zahlreichen Initiativen, Einrichtungen und Engagierten wurde in der Würzburger Innenstadt ein sichtbares Zeichen dafür gesetzt, dass Teilhabe ein Menschenrecht ist.

Neben einem bunten Kunst- und Mitmachprogramm gab es Musik, Begegnung und Raum für Austausch. Auch das inklusive Bistro Belvedere war mit dabei und sorgte für Verpflegung und gelebte Inklusion mitten in der Stadtgesellschaft.

Die Veranstaltung machte deutlich: Menschenrechte und gleichberechtigte Teilhabe sind nicht verhandelbar – und Inklusion gelingt dort, wo Menschen selbstverständlich zusammenkommen.

Gemeinsam für eine inklusive Gesellschaft

Die Veranstaltungen rund um den Europäischen Protesttag haben eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig Inklusion gelebt werden kann – durch Begegnung, Beteiligung und gemeinsames Engagement. Sie machen sichtbar, wie wichtig es ist, Barrieren abzubauen und Menschen mit Behinderung eine gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen zu ermöglichen.

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