Erfolgreich in die erste EMAS Zertifizierung gestartet
Der AWO Bezirksverband Unterfranken e.V. hat erstmals am europäischen Umweltmanagementsystem EMAS (Eco Management and Audit Scheme) teilgenommen und das erste externe EMAS Umweltaudit erfolgreich bestanden. Die externen Umweltgutachter sprachen von einem „sehr guten Start“ in das Umweltmanagementsystem EMAS. Nun müssen wir einige wenige Abweichungen mit Maßnahmen bis zum nächsten Audit in einem Jahr versehen und damit kann sich der Verband in das offizielle EMAS-Register eintragen lassen.
Mit EMAS verpflichtet sich der Verband, seine Umweltauswirkungen systematisch zu erfassen, zu bewerten und kontinuierlich zu verbessern. Beim Audit wird unter anderem überprüft, ob die Einrichtungen ihre Umweltkennzahlen kennen, Dokumente und Prozesse nachhalten, Maßnahmen planen und Risiken durch Klimaveränderungen berücksichtigen.
Zum Audit gehört neben der Prüfung von Unterlagen auch eine Begehung vor Ort. Dabei werden beispielsweise technische Anlagen, Energieverbrauch, Wartungspläne oder der Umgang mit Gefahrstoffen geprüft. Außerdem ist auch die versiegelte Fläche im Außenbereich ein Thema und die Umsetzung von Maßnahmen wie zum Beispiel Mülltrennung oder Hochbeete wird direkt vor Ort betrachtet.
„EMAS hilft uns, unsere Einrichtungen ganz konkret unter Umweltaspekten zu betrachten und Verbesserungspotenziale zu erkennen“, erklärt Sina Spachmann, die Leitung der Stabsstelle Nachhaltigkeit des Verbandes. „So können wir unseren Verband langfristig zukunftsfähig aufstellen – gerade auch mit Blick auf Energiekrisen oder die Folgen des Klimawandels.“
Viele nachhaltige Ideen aus den Einrichtungen
In vielen Einrichtungen wurden bereits Maßnahmen umgesetzt, um Ressourcen zu sparen und die Umwelt zu schützen. Beispiele dafür sind:
- klimafreundliche und hitzetolerante Außenanlagen im Johanna-Kirchner-Haus
- der Einsatz von Second-Hand-Möbeln im Ambulant Betreuten Wohnen Aschaffenburg
- eine Energiespar-Challenge im Haus Sonnenblick in Gemünden
- weniger Fleisch und mehr kreative Alternativen wie Gemüseaufstriche in der Verpflegung im Bernhard-Junker-Haus in Aschaffenburg
- die Umstellung auf waschbare Mehrweg-Waschlappen in der Kinderkrippe im Wiesengrund
„Mich beeindruckt immer wieder, mit wie viel Engagement die Einrichtungen eigene Ideen einbringen und umsetzen“, so Spachmann. „Das ist eine echte Inspiration.“
Nachhaltigkeit bleibt eine zentrale Aufgabe
Zu den großen Themen der kommenden Jahre gehören insbesondere die energetische Sanierung von Gebäuden, der Ausbau der Elektromobilität sowie ein noch nachhaltigerer Einkauf.
Langfristiges Ziel ist es, den Verband bis zum Jahr 2040 klimaneutral aufzustellen, zukunftsfähig und krisensicher zu machen. Ein wichtiger nächster Schritt ist ein Strategietag Nachhaltigkeit mit den Entscheidungsträgern, bei dem die Geschwindigkeit und Umsetzungstiefe der bereits geplanten Maßnahmen für die Zukunft ausgebaut und weitergedacht werden soll.
Mit dem erfolgreichen ersten EMAS-Audit ist ein wichtiger Meilenstein erreicht – und gleichzeitig der Start für die weitere Entwicklung hin zu mehr Nachhaltigkeit im gesamten Verband.