Zwischenlösung mit Perspektive: Altbau unseres Hans-Sponsel-Hauses zieht um
Übergangsstandort im Würzburger Steinbachtal: Ehemaliges Kloster wird neues Zuhause auf Zeit
Für den Altbau unseres Hans-Sponsel-Hauses im Würzburger Stadtteil Lindleinsmühle steht in den kommenden Jahren ein wichtiger Schritt an: Da das Gebäude nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht, wird ausschließlich dieser Gebäudeteil vorübergehend an einen anderen Standort umziehen. Bewohner*innen, Angehörige und Mitarbeitende wurden hierzu frühzeitig und transparent informiert. Verantwortliche des AWO Bezirksverband Unterfranken e. V., darunter Ulrike Hahn, Leiterin des Bereichs Alter & Pflege, haben im Rahmen einer gemeinsamen Informationsveranstaltung die Hintergründe, den Zeitplan sowie die Perspektiven für alle Beteiligten vorgestellt.
Warum ein Umzug notwendig wird
Unser Hans-Sponsel-Haus ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der pflegerischen Versorgung im Würzburger Stadtteil Lindleinsmühle. Der Altbau des Seniorenzentrums, errichtet in den Jahren 1972 bis 1974, entspricht jedoch aufgrund seines Baualters nicht mehr den heutigen Anforderungen an Pflege- und Wohnqualität. Infrastruktur sowie Heizungs- und Sanitäranlagen sind sanierungsbedürftig, eine grundlegende Modernisierung ist wirtschaftlich und technisch nicht sinnvoll umsetzbar.
„Wir hätten das Haus aufgrund seines Alters ohnehin nicht mehr weiterbetreiben können“, erläutert Ulrike Hahn. Der Altbau wurde bereits 2024 verkauft und von der AWO zurückgemietet, der Abriss ist für 2027 vorgesehen. Auf dem Gelände plant die Riedel Bau AG anschließend einen modernen Neubau mit Service-Apartments.
Keine Kündigungen – sondern eine sichere Perspektive
Für uns als Träger stand von Beginn an fest, dass der notwendige Abriss des Altbaus nicht zulasten der dort lebenden Menschen gehen darf. „Wir wollten ausdrücklich vermeiden, den Altbau einfach zu schließen und den Bewohner*innen zu kündigen“, betonte Hahn. Ziel ist es, allen Bewohner*innen eine verlässliche, würdige und sichere Perspektive zu bieten – mit möglichst wenig Bruch in ihrem Alltag.
Übergangslösung im Steinbachtal
Als Übergangsstandort bereiten wir die ehemalige Pflegeeinrichtung der Klosterschwestern, das frühere Haus Maria Königin, im Würzburger Steinbachtal vor. Der ruhig gelegene Standort am Rande der Stadt bietet sehr gute Rahmenbedingungen für diese Übergangslösung.
Der Umzug ist für Dezember 2026 geplant. Am neuen Standort stehen rund 79 Pflegeplätze auf drei Etagen zur Verfügung, darunter Doppel- und Einzelzimmer sowie eingestreute Kurzzeitpflege. Großzügige Gemeinschafts- und Therapieräume, mehrere Aufenthaltsbereiche mit Küchenzeilen sowie ein Snoezelenraum – ein speziell gestalteter Entspannungsraum mit Licht- und Sinneselementen – schaffen ein wohnliches Umfeld. Die hellen, möblierten Bewohnerzimmer verfügen über ein eigenes Bad, WLAN und Telefon. Parkplätze und eine Bushaltestelle direkt vor dem Haus sorgen für eine gute Erreichbarkeit.
Selbstverständlich sichern wir zu, dass die gewohnten Angebote und Leistungen für unsere Senior*innen – von Pflege und Betreuung bis hin zu sozialen und aktivierenden Angeboten – auch am Übergangsstandort fortgeführt werden, sobald die erforderlichen Umbau- und Anpassungsmaßnahmen abgeschlossen sind.
„Unsere Bewohner*innen können sich auch am neuen Standort auf vertraute Abläufe, bewährte Angebote und eine gleichbleibend hohe Pflege- und Betreuungsqualität verlassen“, so Einrichtungsleitung Angelika Kaplan.
Langfristige Perspektive: Verbleib in Lindleinsmühle möglich
Parallel zur Übergangslösung behalten wir die langfristige Perspektive im Blick. Sobald im Laufe des Jahres 2026 im benachbarten Neubau des Hans-Sponsel-Hauses Plätze frei werden, besteht für interessierte Bewohner*innen die Möglichkeit, dorthin umzuziehen.
Dabei gilt für uns ganz klar: Alle Bewohner*innen, die einen Umzug wünschen, werden untergebracht – entweder am Übergangsstandort im Steinbachtal oder perspektivisch im bestehenden Neubau des Hans-Sponsel-Hauses. Niemand wird allein gelassen.
Für Kontinuität im Übergang sorgt zudem ein vertrautes Leitungsteam: Frank Ostermann übernimmt die Einrichtungsleitung am Standort Steinbachtal, Marcel Hillenbrand die Pflegedienstleitung. Beide begleiten den Umzug und stehen Bewohner*innen, Angehörigen und Mitarbeitenden als feste Ansprechpartner zur Seite.
Der Umzug des Altbaus ist ein notwendiger Schritt, den wir verantwortungsvoll gestalten – mit dem klaren Ziel, Pflegequalität, Sicherheit und Lebensqualität dauerhaft zu sichern.